Du möchtest wieder einmal so richtig das FlowErlebnis genießen?

Was Hänschen nicht lernt ….!  Dieses Sprichwort kennst Du sicher und Du verwendest es möglicherweise gerne als Ausrede, wenn Du etwas Neues lernen solltest, wozu Du keine Lust oder Motivation hast.

Jetzt stell Dir mal vor Du hast einen Freund Namens Markus und er ist 60 Jahre alt. Er hat geplant ein Jahr lang durch Japan zu reisen und in die Kultur voll einzutauchen. Am Flughafen angekommen, lernt er eine hübsche, attraktive junge Japanerin kennen, beide verlieben sich ineinander. Was glaubst Du wie lange Markus braucht, bis er Japanisch spricht zu seiner Herzdame? Ich versichere Dir, er wird alles daran setzen, in kürzester Zeit die Sprache zu sprechen.

Somit ist lernen keine Frage des Alters, sondern der Motivation, wie man an Deinen Freund Markus sehen kann. Überzeugt?

Wie kannst Du jetzt das FlowErlebnis erreichen?

Zuerst solltest Du wissen, was das FlowErlebnis verhindert!

  1. Ständige Ablenkung oder Unterbrechung
  2. Unterforderung wie Überforderung
  3. Druck jeglicher Art

Für das FlowAbenteuer förderlich:

1)      Volle Konzentration und Fokus auf eine Aufgabe

2)      Sinnhaftigkeit einer Tätigkeit (das kann auch Ablage erledigen sein, danach findet man alles wieder schneller)

3)      Auch bei monotonen Tätigkeiten die Herausforderung suchen (immer besser zu werden und schneller zu werden)

Jetzt habe ich eine tolle Übung für Dich, die sich einfach anhört, Du solltest diese jedoch nicht in Ihrer Wirkung unterschätzen. Denn wenn Du diese Übung fließend ausführen möchtest, benötigst Du volle Konzentration und Aufmerksamkeit.

DAS FLOW  A B C

Schreibe groß und mit dickem Stift (sodass Du Deine Schrift auch mit einem oder zwei Meter Abstand gut lesen kannst) ein Alphabet in Großbuchstaben auf ein leeres Blatt (Flipchart-Papier od. Packpapier).  Allerdings nicht neben, sondern untereinander.

 

Hinter jeden Buchstaben setzt Du nun nach dem Zufallsprinzip mal ein kleines

»l« (für »links«) und mal ein kleines

»r« (für »rechts«). Dahinter setzt Du, ebenfalls nach dem Zufallsprinzip, ein großes

»A« (für »Arm heben«) oder ein großes

»B« (für »Bein heben«).

A:lB bedeutet also

»linkes Bein heben« an der ersten Position des Alphabets,

Z:rA bedeutet

»rechten Arm heben« an der letzten.

Hänge das so vorbereitete Blatt in Augenhöhe an die gegenüberliegende Wand oder befestige es an einer Türe.

Nun lies laut den jeweiligen Buchstaben des Alphabets und führe dabei die angegebenen Bewegungen hintereinander aus – bis Du bei Z angekommen bist.

Und dann noch mal von vorn. Und noch mal.

 

Dann machen wir die Übung noch einen Tick schwieriger:

Nimm den Zettel nochmals zur Hand und füge Überkreuz-Bewegungen hinzu.

A:lB (A: linkes Bein) wird nun zu

A:lBrA (A: linkes Bein, rechter Arm), aus

Z:rA (Z: rechter Arm) wird

Z:rAlB (Z: rechter Arm, linkes Bein).

Turne auch diese Folge mehrmals durch.

 

Merkst Du was? Du schaltest ab. Wenn der Körper in die Bewegung hineinkommt, ziehen Deine Gedanken mit. Natürlich dauert es eine Weile, bis die Sache einigermaßen reibungslos klappt, aber nach ein paar Minuten wirst Du feststellen: Es geht immer leichter und fließt irgendwann wie von allein. Gleichzeitig hat nicht der winzigste andere Gedanke eine Chance, sich einzuschmuggeln. Das ist der Flow-Zustand oder die Trance.

 

Wenn Du diese Übung regelmäßig machst, kommst Du öfter in den Flow Zustand und mehr Zufriedenheit wird im Deinem Leben wieder bemerkbar!

 

Somit können wir das Sprichwort umdeuten:

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans allemal, wenn die richtige Motivation oder die richtige Einstellung vorhanden ist!“